Inspiration - Wenn die Muse den Künstler küsst

Inspiration beim Schreiben – Wenn die Muse den Künstler küsst … oder auch nicht.

Inspiration beim Schreiben… Wir alle wissen, dass Autoren sehr viel Arbeit in ihre Welten stecken, um ihre Leser hineinzuziehen und ihnen das Gefühl zu geben, das Abenteuer hautnah mitzuerleben. Doch nur wenige Leser wissen, was wirklich alles dahintersteckt. Denn auch, wenn es sich „eine Welt nach eigenen Vorstellungen kreieren“ sehr einfach anhört kann es ganz schön schwierig sein.

In diesem Blog Beitrag möchte ich euch auf eine kleine Reise mitnehmen und euch zeigen, wie ich persönlich vorgehe, wenn ich eine komplett neue Welt beginne und bis zum Schluss ausarbeite. Natürlich spielt auch die berühmte Inspiration eine Rolle, denn zu manchen Zeiten fällt es dem Autor leichter und zu manchen Zeiten fühlt es sich an, als würde man durch zähflüssigen Schleim waten.

Woher kommt die Inspiration?

Aber zuerst: Woher kommt diese berühmte Muse überhaupt? Was inspiriert mich und meine Geschichten? Diese Frage ist eigentlich eine einfache aber dennoch ist es immer unterschiedlich. Mal ist es ein Bild,  manchmal ein Song oder auch einfach nur etwas, was jemand in meinem Leben sagt oder tut. 

Nur ein kleiner Funke reicht aus, um eine Geschichte hervorzurufen. Das ist auch der Grund, weshalb ich mehr als zwanzig (vielleicht sogar dreißig) Ideen für Geschichten in meinen Notizbüchern tummeln. Und nein, ich benutze niemals ein Buch für eine Geschichte, aber dazu komme ich in einem anderen Beitrag. Ja ich weiß, das klingt nicht sonderlich spannend, aber zumeist kommen die besten Ideen, wenn ich gar nicht aktiv darüber nachdenke.

Das Erste, was ich tue, wenn mich die Muse küsst, ist, meine beiden Protagonisten ein wenig auszuarbeiten.  Als aller erstes kommen mir dabei meist die Namen in den Sinn. Dazu habe ich auf Pinterest ein ganzes Board nur mit Namen. An dieser Stelle ein kleiner Fun Fact: alle Namen, die ich benutze, gibt es auch in echt. Sie sind meist aus anderen Sprachen oder einfach nur sehr selten genutzt, aber dennoch „echt“ und nicht frei erfunden.

Nachdem ich nun also eine grobe Idee und meine Charaktere gefunden habe, geht es daran, mir die Welt genauer anzusehen. Auch hier kommen verschiedene Inspirationsquellen zusammen, sodass ich eigentlich niemals genau sagen kann, woher ich etwas habe.

Stella Maris - K. K. Summer

Meine Inspiration zu “Stella Maris – Die Stimme des Herzens”

Um das Ganze etwas weniger abstrakt zu gestalten, werde ich es einmal am Beispiel meines Romanes „Stella Maris – Die Stimme des Herzens“ zeigen.

Die Idee zu diesem Buch hatte ich tatsächlich bei einem Spaziergang an einem regnerischen Tag. Schon von Kindesbeinen an habe ich mich für Meerjungfrauen interessiert und wollte selbst immer eine sein. Gepaart mit dem Fakt, dass es gar nicht so viele Bücher über diese mystischen Wesen gibt, war die Idee geboren,  „Die kleine Meerjungfrau“ das Märchen von Hans Christian Andersen lose zu adaptieren. Hinzu kam noch die Idee den Mythos um Atlantis einfließen zu lassen, denn auch diese Sagenumwobene Stadt hat mich schon seit langer Zeit fasziniert.

Zuhause angekommen schnappte ich mir also Stift und Papier und nach einer kurzen Google-Suche war auch der Name „Stella Maris“ geboren. Die Übersetzung zu meinem Titel lautet „Stern des Meeres“, was ich als durchaus passend empfand – schließlich sollte die Hauptstadt unter dem Meer ein Juwel werden, von dessen Schönheit man sogar an Land sprach.

Von dem Zeitpunkt an, da ich diese ersten Anhaltspunkte hatte, verselbstständigte sich die Geschichte ein wenig und was dabei herauskam, könnt ihr in meinem Buch nachlesen 😉
Auch die Namen Serena und Aramis kamen mir sehr schnell in den Kopf – „Serena“ bedeutet nämlich Sirene und den Namen Aramis fand ich seit den drei Musketieren einfach so wunderschön und wollte ihn unbedingt in ein Buch einbauen 😉

So. Nun haben wir genug darüber gesprochen, was passiert, wenn man von der Muse geküsst wird. Aber was passiert, wenn es mal nicht der Fall ist?

Wenn die Inspiration sich nicht blicken lässt…

Natürlich kenne auch ich das Problem – ich denke, jeder Autor kennt es. Man möchte unbedingt eine Geschichte planen oder schreiben und kommt nicht viel weiter als ein paar Sätze. Es fühlt sich einfach so an, als wäre man blockiert (auch bekannt als Schreibblockade) und es ist einfach wahnsinnig frustrierend. Doch was tut man, wenn es so weit ist?

Auch hier geht jeder anders damit um, doch ich in meinem Fall zwinge mich dann nicht zum Schreiben oder dazu, unbedingt Ideen haben zu wollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Blockade meist von ganz alleine löst, wenn man ihr ein wenig Zeit gibt. In solchen Fällen konzentriere ich mich ein paar Tage auf etwas anderes und dann kommt die Lust oder die Muse von ganz alleine wieder zu mir zurück 😉

So. Jetzt habe ich euch genug mit der Muse und Inspiration genervt und hoffe, dass es euch ein wenig Spaß gemacht hat, einen kleinen Einblick in meine Arbeitsweise zu bekommen. Falls ihr Themen habt, die euch interessieren, könnt ihr diesen Beitrag gerne kommentieren und wer weiß – vielleicht ist euer Thema dann das Nächste 😉

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